Kategorie: 3D-Drucker

Jetzt wird es Hell

 

Aluprofile sind ja so eine Sache, von der man immer sagt, man wisse genau, wofür sie gut sind, bis man dann davorsteht und merkt, dass sie eigentlich alles können, ausser einem die Entscheidung abnehmen, wie man sie jetzt schon wieder verbaut. Genau so ging es uns auch, denn ursprünglich sollten sie unter dem Bett einfach nur für etwas mehr Stabilität sorgen, ganz unspektakulär und ganz brav. Doch wie das immer so ist, wenn man einmal anfängt genauer hinzuschauen, fiel uns auf, dass diese unscheinbaren Profile nicht nur tragen, sondern auch Platz bieten, und zwar für Licht. Und plötzlich war klar: Jetzt wird es hell, ob das Bett will oder nicht.

(C) Ernst und Meike Wagner

Also haben wir LED-Streifen in die Nut gepackt und eine transparente Abdeckleiste darüber geschoben, und auf einmal sah das Ganze so aus, als hätten wir das von Anfang an genau so geplant und nicht erst nach dem dritten Kaffee und einer mittelgrossen Sinnkrise. Das Licht ist jetzt schön versteckt, blendet niemanden und wirkt wie aus einem Guss, was besonders beeindruckend ist, wenn man weiss, wie oft wir das Profil noch einmal gelöst haben, weil es minimal schief war, oder zumindest schief genug, dass es uns nachts im Schlaf verfolgt hätte.

(C) Ernst und Meike Wagner

Und weil wir offenbar noch nicht genug wollten, haben wir das gleiche Spiel auch mit den 20×20 Aluprofilen getrieben. Denn warum einfach, wenn es auch multifunktional geht. Diese Profile führen jetzt die Konstruktion, beherbergen die LED-Lichter und dienen ganz nebenbei auch noch als Kabelkanal, denn Kabel, die frei herumhängen, sind bekanntlich der natürliche Feind jedes ambitionierten Selbstausbauers. Also haben wir die Kabel ebenfalls durch die Nut geführt und mit selbstgedruckten Clips fixiert, was in der Theorie nach Hightech klingt, in der Praxis aber bedeutete, dass wir mehrere Versionen dieser Clips gedruckt haben. Von „zu klein“ über „zu gross“ bis hin zu „warum hält das nicht“, bis irgendwann ein Clip entstand, der tat, was er sollte.

(C) Ernst und Meike Wagner    (C) Ernst und Meike Wagner

Diesen haben wir dann feierlich in die Nut geklemmt, als wäre er ein Meisterstück moderner Ingenieurskunst. Begleitet wurde das Ganze von unserem treuen Akkuschrauber, diversen Inbusschlüsseln, die sich ständig versteckten, einer Stichsäge, die mehr gesehen hat, als sie je wollte, und der leisen Hoffnung, dass am Ende niemand mit der Wasserwaage nachmisst. Das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen. Jetzt ist alles sauber verlegt, nichts baumelt, nichts blendet, und die Aluprofile machen genau das, was man von ihnen erwartet und gleichzeitig viel mehr. Sie stabilisieren, verstecken, leuchten und lassen unseren Ausbau so aussehen, als hätten wir einen Plan gehabt. Und allein dafür haben sie sich ihren Platz als absolute Allrounder mehr als verdient.

… to be continued

Warum ich mein eigener Thingiverse-Held wurde

 

Ich weiß, auf Thingiverse gibt es tonnenweise Vorlagen für so ziemlich alles. Von Schraubendrehern bis zu kleinen Drachen, die man sich auf den Schreibtisch stellt – alles da. Aber kennst du das auch? Man sucht, scrollt, klickt und scrollt wieder, doch findet einfach nicht genau das, was man braucht. Also dachte ich mir: „Warum darauf warten, dass jemand anders genau das designt, was ich will? Ich mache das jetzt selbst!“

Zack, Sketchup geöffnet, ein paar fluchende Stunden und missglückte Versuche später, hatte ich es dann: mein eigenes, perfekt angepasstes Design. Der Moment, wenn man endlich auf „Drucken“ klickt und dieses süße Summen des 3D-Druckers hört – unbezahlbar! Und dann, wenn das Werkstück endlich fertig ist, man es in Händen hält und es tatsächlich funktioniert – das ist der Augenblick, in dem man sich wie der Da Vinci der Plastik-Kunst fühlt.

Aber das Beste daran? Man kann endlich all die kleinen Ideen und Visionen, die man im Kopf hat, umsetzen. Du kannst Dinge zusammenführen, verbinden und anpassen, wie es für dich am besten passt. Keine Kompromisse, keine Abstriche – einfach maßgeschneiderte Perfektion.

 

(C) Ernst und Meike Wagner   (C) Ernst und Meike Wagner   (C) Ernst und Meike Wagner    (C) Ernst und Meike Wagner

 

Und dieser Stolz, wenn das, was du dir ausgedacht und ausgedruckt hast, tatsächlich einen Zweck erfüllt und nicht nur als Staubfänger endet – das ist ein Gefühl, das dich jedes Mal ein kleines bisschen wachsen lässt. Es ist, als hätte man dem eigenen Gehirn einen High-Five gegeben.

 

(C) Ernst und Meike Wagner    (C) Ernst und Meike Wagner   (C) Ernst und Meike Wagner    (C) Ernst und Meike Wagner

 

Also, wenn du das nächste Mal durch Thingiverse scrollst und dich über die 99. Lampe ärgerst, die einfach nicht das Richtige ist, erinnere dich daran: Du kannst auch dein eigener Designer sein. Es ist einfacher, als du denkst – und macht mehr Spaß, als du dir vorstellen kannst!

 

Categories: 3D-Drucker, Werkzeug

Schutz für die Lüftungsklappen

Tag 36

Als wir alles ausgebaut hatten, haben wir ganze Vogelnester aus den Lüftungsschächte ausgeholt. Der Dreck der letzten 15 Jahre hatte sich im Gehäuse am Lüftungsrad festgesetzt. Ihr glaubt gar nicht wie fiel Geäst, Blätter, Samen und sonstiger Dreck sich im Gehäuse verewigt hat. Wir haben gefühlt 2 Stunden gebraucht alles da raus zu kriegen.

Damit das nicht mehr passiert haben wir einen Rahmen konstruiert und mit einem 3D-Drucker ausgedruckt. Das Netz hierfür haben wir von einem Türbauer aus unserer Nähe. – Zugeschnitten und das gesamte Konstrukt auf der Klappenöffnung verklebt. Zu bedenken war es entsprechende Halterung für den Bowdenzug der Klappen mit einzuplanen. Die Probe hatte übrigens bestens funktioniert.

 

(C) Meike und Ernst Wagner (C) Meike und Ernst Wagner (C) Meike und Ernst Wagner (C) Meike und Ernst Wagner

 

Wir hoffen das es kein Fehler war. – Wir werden es sehen.

 

Categories: 3D-Druck, Ausbauverlauf