Es wird warm – und zwar richtig Teil 2

(C) Ernst und Meike Wagner

 

 

Diesel – aber bitte ordentlich beschriftet

Der nächste Schritt ließ nicht lange auf sich warten: Dieselzulaufleitungen. Beide Heizungen bekamen ihre eigene Leitung, fein säuberlich gemeinsam in einen Kabelschlauch eingefädelt und unter dem Fahrzeug Richtung Dieseltank verlegt.

Ganz wichtig – und wir können das nicht oft genug sagen: beschriften.
HZ 1 und HZ 2. Überall. Immer. Denn spätestens im Störfall einer Heizung wird man sich selbst dankbar sein, nicht Detektiv spielen zu müssen. Diese Logik haben wir übrigens konsequent bei allen Kabelarbeiten durchgezogen. Ordnung ist, wenn man trotzdem weiß, was man getan hat.

(C) Ernst und Meike Wagner

Die Einbauanleitung der Autotherm war dabei unser ständiger Begleiter (und moralischer Kompass):

  • Maximale Länge von Magnetpumpe zur Heizung: 4 Meter

  • Vom Dieseltank zur Magnetpumpe: maximal 1 Meter

  • Einbauhöhe und Neigung der Pumpen: 15–20 Grad

Mit all diesen Vorgaben im Hinterkopf haben wir die Position der zwei Magnetpumpen festgelegt, ebenfalls beschriftet, die Flussrichtung beachtet und sie auf ein Brett geschraubt. Dieses Brett wiederum wurde mit Vibrationsdämpfern am Fahrzeugrahmen befestigt. Alles sauber verbunden. Für den ersten Testlauf diente ein Dieselkanister, dessen Entnahmestutzen wir einfach mal pragmatisch hineingesteckt haben. Ingenieurskunst auf schwäbisch.

 (C) Ernst und Meike Wagner    (C) Ernst und Meike Wagner

Strom, Stecker und philosophische Fragen

Danach ging es an die Stromleitungen der Magnetpumpen. Diese wurden direkt an der Heizung durch den Boden geführt und entlang derselben Trasse wie die Dieselleitungen verlegt. Beim Crimpen der Stecker stellte sich dann die existenzielle Frage: Wo ist Plus, wo ist Minus?

(C) Ernst und Meike Wagner

Nach längerem Hin und Her (und der Erkenntnis, dass Magnetpumpen da recht entspannt sind) war klar: egal. Trotzdem haben wir eine saubere Logik eingehalten und alle Stecker gleich aufgebaut. Einfach fürs gute Gefühl. Der Unterbau war damit fast bereit für den ersten Testlauf.

Testweise muss erst mal der Dieselkanister herhalten. – Ein weiteres Loch im Dieseltank? – Lieber mal noch nicht.

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