Beginn – Einbau des Kleiderschranks

Wenn du dachtest, einen Kleiderschrank in einen LKW zu bauen sei ungefähr so kompliziert wie ein IKEA-BILLY ohne Anleitung… dann herzlichen Glückwunsch, du liegst richtig. Willkommen zu einem weiteren Kapitel unseres unperfekten Perfektionismus – diesmal mit Aluminium, IKEA und der Bayernluft, die uns ständig in die Quere kommt.
Schon ganz früh, bevor Woodies und Schraubenliebe uns als Paar verband, wussten wir: Ein Schrank soll rein. Und zwar einer, der am Ende nicht aussieht, als hätte ihn ein Betrunkener konzipiert. 😉
Alles begann mit einem Rahmen aus Aluprofilen. Nicht irgendein Rahmen. Ein Rahmen, der perfekte Maße haben sollte. Also haben wir ihn gebaut, wieder angepasst, wieder verworfen, und wieder neu angepasst. Klingt nach Perfektion? – War es nicht. Aber immerhin mussten wir erstmal den Zwischenboden und die Lüftungsrohre der Bayernluft verbauen, die natürlich abhängig von der späteren Position des Schrankes sind. Und ohne IKEA-Korbsystem? Vergiss es. Das musste vorher drin sein, sonst hätte nix gepasst. – So ähnlich hatten wir es mit der Küche bereits praktiziert.

Mit dem Rahmen in ungefähren Maßen von: „Sollte ungefähr passen“ gingen wir zur Holzwand über. Schraubzwingen dran, erstmal mit 3 mm Löchern vorbohren (so wie wir es bereits mit unseren Bettkasten geübt hatten) – damit man später auch schön gerade bohren kann, dachten wir. Und dann: sägen. Natürlich mit etwa 2 cm Überhang – weil wir bei allem Optimismus nie vergessen, ein bisschen Chaos mit einzubauen.

In einem besonders brillanten Moment hatten wir die glorreiche Idee, die Schranktür in den Schrank verschwinden zu lassen.
Spoiler: war keine gute Idee. 🤦♂️
Mit auf 5 mm aufgebohrten Löchern und Senkkopf-Fräskunst war das Aluprofil endlich bereit für Schrauben, die wir mit Einschraubmuttern so platzierten, dass von außen wirklich nichts zu sehen ist. – Wenn man denn richtige Einschraubmuttern in einem 11 mm Brett findet, ohne dass sie wieder rausschauen. Kleiner Tipp: Viel Kaffee hilft. Und Gelassenheit. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

Nachdem das Gestell 20-mal an- und abgebaut war (gefühlte 200), kam der große Moment: Der definitive Einbau.
Zuerst die Wand am Bett fixiert, dann das Alugestell festgeschraubt und final an der Außenwand verschraubt. – Puh. Anschließend alle Kabel durch den Boden in den Schrank verlegt, Kabelkanäle verschraubt (damit es auch schick aussieht) und die Löcher für Zigarettenanzünder sowie die Bedienfelder unserer Heizung gebohrt. Natürlich alles vorher festgelegt, sonst hätten wir jetzt USB-Stecker aus der falschen Ecke fischen müssen. 😉
