Die Wasserversorgung nimmt Formen an – Teil 1

(oder: Wie man freiwillig Löcher in nagelneue Wassertanks bohrt)
Wasser ist Leben. Wasser ist Komfort. Wasser ist… im Kofferaufbau vor allem eines: eine Einladung zu kreativen Problemlösungen, philosophischen Grundsatzfragen und der ständigen Angst, dass es am Ende doch irgendwo tropft. Aber der Reihe nach.
Der Einbau unserer Wasserversorgung begann – wie so oft – nicht mit dem Frischwasser, sondern mit dem, was am Ende wieder weg soll: dem Abwasser. Dazu gibt es bereits einen eigenen Beitrag im Ausbauverlauf, auf den wir an dieser Stelle gerne verweisen (Abwasser gewürdigt). Nachdem dieser Teil zumindest theoretisch seinen Platz gefunden hatte, ging es nun an die Frischwasserbehälter. Mehrzahl. Weil einmal Wasser einfach nicht reicht.

Um die endgültige Position der Frischwasserbehälter festlegen zu können, mussten zunächst die Aluprofile für die Sitzbänke sowie der Zwischenboden fertiggestellt werden. Klingt banal, bedeutet in der Praxis aber: messen, nochmal messen, zweifeln, neu messen und schließlich sägen – natürlich millimetergenau daneben.
Der Zwischenboden wurde zugesägt und zunächst nur provisorisch eingepasst. Erst danach ließ sich entscheiden, wo die Tanks wirklich hin dürfen. Oder besser gesagt: wo sie am wenigsten im Weg sind. Nachdem diese Grundsatzentscheidung gefallen war, konnten die Behälter vorbereitet werden.
Zuerst wurden die Frischwasserbehälter mit Holzstegen eingefasst und verklebt. Danach kamen Antirutschmatten auf den Boden, denn nichts ist unangenehmer als ein wandernder Wassertank während der Fahrt. Die Behälter wurden darauf platziert und abschließend mit Gewindestangen und Zurrbändern sicher am Boden fixiert. Bombenfest – zumindest solange man nicht darüber nachdenkt, wie viel Wasser eigentlich wiegt.

Bevor die Tanks endgültig verschwinden durften, wurden sämtliche Löcher und Anschlüsse eingebaut. Ja, wir haben absichtlich Löcher in neue Wassertanks gebohrt. Nein, das fühlt sich nicht richtig an. Aber es muss sein. Anschließend folgte eine Dichtigkeitsprüfung, die erfreulicherweise ohne nennenswerte Überschwemmungen endete.
