Der TTT-Pipi-Tank
Für den Pipi-Tank hatten wir bereits vor einiger Zeit zwei handelsübliche 20-Liter-Kanister besorgt.
Warum zwei?
Ganz einfach: Einer wird eingebaut, der andere dient als Ersatz.
Denn wenn man mit dem HeilixBlechle unterwegs ist, möchte man nicht unbedingt irgendwo am schönsten Stellplatz der Welt feststellen, dass der Pipi-Tank voll ist und man nun dringend einen passenden Ersatzbehälter auftreiben muss.
Also lieber gleich einen zweiten Kanister einpacken.

Der verbaute Kanister bekam in den Deckel eine Durchführung aus Messing. Darüber sollte später der Schlauch vom TTT-Pipiablauf den Urin direkt in den Kanister befördern.
Damit es beim Einlaufen draußen nicht fröhlich vor sich hinplätschert, kam auf die Innenseite des Deckels zusätzlich ein Schlauch.
Die Idee dahinter war eigentlich genial.
Der Schlauch sollte die Flüssigkeit an der Innenwand entlangführen und damit das typische „Plitsch-Platsch“ vermeiden.
Kleiner Spoiler:
War keine gute Idee.
Aber dazu irgendwann später mehr.
Unten am Kanister kam noch ein handelsüblicher Wasserhahn dran. Damit lässt sich der Tank später relativ unkompliziert entleeren.
Und natürlich durfte auch die Entlüftung nicht fehlen.
Denn wenn Flüssigkeit in einen geschlossenen Behälter laufen soll, muss die verdrängte Luft irgendwo hin. Sonst sitzt irgendwann die Luft im Tank und erklärt dem Urin sehr überzeugend, dass heute leider kein Einlass mehr möglich ist.
Also Loch rein.
Entlüftung dran.
Fertig.
Zumindest auf dem Papier.
Erst einmal musste der Tank überhaupt irgendwo hin
Bevor wir uns mit der Frage beschäftigen konnten, wie der Urin in den Kanister kommt, mussten wir erst einmal klären, wie der 20-Liter-Kanister überhaupt dauerhaft am Fahrzeug befestigt werden sollte.
Denn auch 20 Liter Flüssigkeit bringen zusammen mit dem Kanister ordentlich Gewicht auf die Waage. Einfach rein stellen und hoffen, dass er während der Fahrt nicht plötzlich eigene Reisepläne entwickelt, war deshalb keine Option. – Auch hier hat Anton, fix wie er ist – schnell eine Lösung gezaubert. Du bist der Beste!! – Danke dafür.

Also musste eine vernünftige Halterung her.
Hierfür hat Anton ein Stück Riffelblech passend für den Kanister zugeschnitten und entsprechend abgekantet.
Das Riffelblech wurde anschließend auf die zuvor am Fahrzeug angebrachten Träger verschraubt.
Und plötzlich hatte unser Pipi-Tank einen festen Sitz.

Der zweite Kanister darf derweil als Ersatz mitreisen und darauf warten, dass sein großer Auftritt kommt.
Hoffentlich möglichst spät.
Oder besser gesagt: hoffentlich überhaupt nicht.
Ach ja …. und dann kam die erste Probefahrt
Kommen wir noch einmal zu unserem genialen Schlauch an der Innenseite des Kanisters.
Die Idee war gut.
Die Umsetzung ebenfalls.
Zumindest theoretisch.
Bei der ersten Probefahrt zeigte sich allerdings, dass Theorie und Praxis beim Selbstausbau ungefähr so gut miteinander harmonieren wie Holzstaub und frisch geputzte Fahrzeuge.
Der Schlauch, der die Flüssigkeit eigentlich schön an der Wand entlangführen sollte, stellte sich als eher suboptimale Lösung heraus.
Also flog er wieder raus.
Und siehe da:
Ohne Schlauch funktioniert das System deutlich besser.
Manchmal muss man eben erst etwas einbauen, testen und wieder ausbauen, um herauszufinden, dass es auch ohne dieses etwas funktioniert.
Das nennt man bei uns inzwischen nicht mehr Fehler.
Das ist iteraktive Optimierung.
Klingt gleich viel professioneller.
Aber Hurra – die Toilette funktioniert!
Damit war es tatsächlich geschafft.
Der TTT-Pipiablauf führt nach außen.
Der Schlauch führt in unsern 20-Liter-Kanister.
Der Kanister sitzt sicher auf ihrer Riffelblech-Halterung.
Die Entlüftung funktioniert.
Der Wasserhahn ist montiert.
Und vor allem:
Die Toilette ist funktionstüchtig.