Osmoseanlage für Trinkwasser im HeilixBlechle
Ja, jeder hat so seine Auffassung davon, wie er es mit dem Wasser hält.
Der eine trinkt aus dem Gartenschlauch, der andere möchte am liebsten vor jedem Schluck eine Wasseranalyse. Wir liegen vermutlich irgendwo dazwischen – wobei wir beim Trinkwasser dann doch etwas genauer hinschauen.
Unser Frischwasser wird bereits beim Befüllen über einen 2-Stufenfilter in die Tanks geleitet. Dieses Wasser nutzen wir zum Duschen, Waschen und für alles andere, was man im Fernreisemobil eben so mit Wasser anstellt.
Das Wasser zum Trinken bekommt bei uns allerdings eine Extrarunde.
Da wir mit einer Umkehrosmoseanlage bereits zu Hause sehr gute Erfahrungen gemacht haben, war schnell klar: So etwas kommt auch ins HeilixBlechle.
Natürlich nicht einfach von der Stange.
Selber bauen macht schließlich mehr Spaß. Zumindest behauptet man das so lange, bis man zum dritten Mal feststellt, dass das ausgesuchte Bauteil exakt drei Millimeter zu lang ist.
Wasseraufbereitung mit mehreren Stufen
Unsere selbst konstruierte Anlage wird über eine eigene Pumpe betrieben. Das Wasser wird durch die verschiedenen Filterstufen und Membranen gepresst und anschliessend als gereinigtes Wasser weitergeleitet.
Danach darf es bei uns noch eine kleine Wellnessbehandlung genießen: Das Wasser wird durch EMs und Rosenquarz verwirbelt.
Bevor es dann tatsächlich im Trinkwasserglas landet, kommt noch eine weitere Stufe dazu. Das Wasser wird durch einen UV-C-Filter von PUNDMANN geleitet. Damit werden mögliche Mikroorganismen nochmals reduziert.
So bekommt unser Trinkwasser also deutlich mehr Aufmerksamkeit als das Wasser für die Dusche.
Was vermutlich auch erklärt, warum wir beim Duschen manchmal etwas schneller fertig sind.
Die Anlage musste natürlich irgendwo hin
Und damit kam die nächste Herausforderung:
Wo baut man so etwas im ohnehin schon gut gefüllten Kofferaufbau ein?
Unsere Lösung war ein kleiner Holzkasten, in dem die komplette Osmoseanlage untergebracht ist. Dieser verschwindet im Zwischenboden und nimmt damit keinen wertvollen Platz im Wohnbereich weg.
Besonders wichtig war uns aber, dass die Anlage nicht für die Ewigkeit eingebaut wird.
Denn Winter und Wasser vertragen sich bekanntlich nur bedingt.
Deshalb haben wir die Konstruktion so ausgelegt, dass sich die komplette Anlage mit wenigen Handgriffen ausbauen und frostfrei einlagern lässt.
Das könnte sich irgendwann als ausgesprochen gute Idee herausstellen.
Oder auch als ausgesprochen gute Idee, nachdem wir einmal vergessen haben, sie auszubauen.
Wir werden berichten.

Ein eigener Wasserhahn fürs Trinkwasser
Das aufbereitete Wasser läuft nicht zurück in den normalen Wasserkreislauf. Dafür gibt es einen eigenen Trinkwasserhahn.
Damit ist sofort klar:
Hier kommt das Wasser zum Trinken.
Unser Frischwasser bleibt für Dusche, Waschbecken & Co.
Die eigentliche Wasserversorgung hatten wir bereits in einem früheren Beitrag beschrieben. Wer sich dafür interessiert, kann gerne noch einmal in unseren Ausbauverlauf zur Wasserversorgung schauen.
Unser Fazit
Für uns ist die Kombination aus 2-Stufenfilter für das Frischwasser und einer zusätzlichen Umkehrosmoseanlage für Trinkwasser eine gute Lösung.
Die Osmoseanlage ist kompakt im Zwischenboden untergebracht, bekommt ihr Wasser über eine eigene Pumpe, durchläuft mehrere Filter- und Membranstufen und anschliessend noch die UV-C-Behandlung.
Und das Beste:
Wenn es draußen kalt wird, können wir das Ganze einfach ausbauen und frostfrei einlagern.
Jetzt muss die Anlage nur noch zuverlässig funktionieren.
Aber bei unserem Ausbau haben wir inzwischen gelernt:
Wenn etwas funktioniert und dabei nichts tropft, ist das bereits ein ziemlich großer Erfolg.
